Telegram
Was ist Telegram?
Telegram ist eine cloudbasierte Messaging-App mit Text-, Sprach- und Videoanrufen, Gruppenchats (bis zu 200.000 Mitglieder), Kanälen (Übertragung an unbegrenzte Abonnenten), Bots und Dateifreigabe (bis zu 2 GB). Die App bietet „Geheime Chats" mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, aber reguläre Chats sind standardmäßig nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt — sie werden auf den Servern von Telegram gespeichert. Telegram ist bekannt für minimale Inhaltsmoderation und eine starke Anti-Zensur-Haltung.
Altersgrenze: 16 Jahre (aber schlecht durchgesetzt).
Warum mögen Kinder es?
- Riesige Gruppenchats. Gruppen können bis zu 200.000 Mitglieder haben, was es einfach macht, Communitys rund um Gaming, Schule oder Interessen beizutreten.
- Kanäle für Inhalte. Nachrichten, Memes, Musik und Unterhaltung werden über abonnierbare Kanäle geteilt.
- Bot-Ökosystem. Spiele, Werkzeuge und KI-Bots machen die App unterhaltsam und nützlich.
- Dateifreigabe. Schulmaterialien, Videos und andere Dateien bis zu 2 GB können einfach geteilt werden.
- Wird als privater als WhatsApp wahrgenommen. Viele gehen davon aus, dass alles verschlüsselt ist (standardmäßig ist es das nicht).
- Benutzernamen statt Telefonnummern. Man muss seine Telefonnummer nicht teilen, um zu kommunizieren.
- Sticker und Anpassung. Eine große Auswahl an Stickern macht Gespräche lustiger.
Was sind die echten Risiken?
- Minimale Inhaltsmoderation. Extremistische Inhalte, Piraterie und explizites Material sind über Kanäle und Gruppen zugänglich.
- Öffentliche Gruppen und Kanäle sind leicht auffindbar. Auch unangemessene — eine einfache Suche kann schädliche Inhalte zutage fördern.
- Fremde können Nutzer finden. Über Telefonnummern oder Benutzernamen können unbekannte Personen Kontakt aufnehmen.
- Reguläre Chats sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Nur „Geheime Chats" sind es — ein häufiges Missverständnis unter Nutzern.
- Bots können bösartig sein. Schadsoftware oder Betrug kann sich hinter scheinbar nützlichen Bots verbergen.
- Weitergeleitete Nachrichten können den Absender verraten. Informationen über den ursprünglichen Absender können enthalten sein.
- „Personen in der Nähe" verrät den Standort. Diese Funktion zeigt andere Telegram-Nutzer in der Umgebung.
- Sich selbst löschende Nachrichten geben falsche Sicherheit. Empfänger können trotzdem Screenshots machen.
- Riesige Gruppen sind schwer zu moderieren. Inhalte in großen Gruppen können unvorhersehbar sein.
Einstellungen zum Überprüfen
- Telefonnummer — wer sie sehen kann: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Telefonnummer → auf „Niemand" setzen.
- Wer dich über die Telefonnummer finden kann: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Telefonnummer → „Wer kann mich finden" → auf „Meine Kontakte" setzen.
- Wer Nachrichten senden kann: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Nachrichten → anpassen, wer dich kontaktieren kann.
- „Personen in der Nähe" deaktivieren: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → „Personen in der Nähe" deaktivieren (oder die Funktion einfach nicht öffnen).
- Benutzername: Den Benutzernamen sorgfältig wählen — er ist öffentlich durchsuchbar.
- Zweistufige Bestätigung: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Zweistufige Bestätigung → mit einem starken Passwort aktivieren.
- Automatische Kontolöschung: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Automatische Löschung → Zeitraum festlegen.
- Automatischen Download deaktivieren: Einstellungen → Daten und Speicher → automatischen Mediendownload deaktivieren.
- Aktive Sitzungen: Einstellungen → Geräte → unbekannte Sitzungen überprüfen und beenden.
- Code-Sperre: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Code-Sperre → für zusätzliche Sicherheit aktivieren.
Wie man darüber spricht
„Ich sehe, dass du Telegram benutzt — was gefällt dir daran besser als an anderen Apps?"
„Wusstest du, dass reguläre Telegram-Chats nicht auf die gleiche Weise verschlüsselt sind wie Geheime Chats? Lass uns den Unterschied gemeinsam anschauen."
„Bist du in großen Gruppen? Es kann schwierig sein zu wissen, wer alle sind, wenn es Tausende von Mitgliedern gibt."
Zuletzt überprüft: März 2026