Facebook Messenger
Was ist Facebook Messenger?
Facebook Messenger ist Metas Messaging-App, mit Facebook verknüpft, aber auch als eigenständige App nutzbar. Er bietet Text-, Sprach- und Videoanrufe, Gruppenchats, Stories, Spiele, Zahlungen und Ende-zu-Ende-verschlüsselte Chats (optional). Es gibt auch Messenger Kids — eine separate, von Eltern überwachte Version für Kinder unter 13. Mit Messenger kann man jeden auf Facebook oder über eine Telefonnummer kontaktieren.
Altersgrenze: 13 Jahre (Messenger Kids ist für Kinder unter 13 mit Zustimmung der Eltern verfügbar).
Warum mögen Kinder es?
- Gruppenchats für Schulprojekte und Freundesgruppen. Eine praktische Möglichkeit, zusammenzuarbeiten und in Kontakt zu bleiben.
- Videoanrufe. Einfach Freunde und Familie per Video anrufen.
- Spiele im Chat. Eingebaute Spiele, die direkt im Gespräch gespielt werden können.
- GIFs und Sticker. Lustige und visuelle Kommunikationsmittel.
- Familienverbindung. Viele nutzen es, weil ihre Eltern bereits auf Facebook sind.
- Plattformübergreifend. Messenger kann jetzt auch ohne Facebook-Konto genutzt werden.
- Messenger Kids. Eltern sehen es als sicherere Option für jüngere Kinder.
Was sind die echten Risiken?
- Kontakt von Fremden. Standardmäßig kann jeder auf Facebook Nachrichten senden. Nachrichtenanfragen können von Unbekannten kommen.
- Nachrichtenanfragen von Nicht-Freunden. Diese landen in einem separaten Posteingang, den Kinder möglicherweise nicht kennen, der aber dennoch Nachrichten von Fremden enthält.
- Links und Betrug in Nachrichten. Phishing-Versuche und Betrug sind häufig, auch über gehackte Konten bekannter Kontakte.
- Verschwindende Nachrichten. Die Funktion kann genutzt werden, um Gespräche zu verbergen. Der Empfänger kann trotzdem Screenshots machen.
- Gruppenchats mit Unbekannten. Kinder können zu Gruppen hinzugefügt werden, in denen sie nicht alle Teilnehmer kennen.
- Bildschirmaufnahmen von „geheimen" Gesprächen. Ende-zu-Ende-verschlüsselte Chats sind nicht vor Screenshots oder Aufnahmen geschützt.
- Messenger Rooms. Videoräume, die per Link geteilt werden können — jeder mit dem Link kann beitreten.
- Datensammlung. Messenger sammelt erhebliche Mengen an Nutzerdaten.
- Phishing und Social Engineering. Nachrichten, die aussehen, als kämen sie von Freunden oder offiziellen Quellen, können Betrugsversuche sein.
Einstellungen zum Überprüfen
- Wer kann dir Nachrichten senden: Einstellungen → Privatsphäre → „Wer kann dir Nachrichten senden" auf „Freunde" oder „Freunde von Freunden" setzen.
- Unbekannte Nachrichtenanfragen ignorieren oder blockieren: Zeige deinem Kind, wie es mit Nachrichtenanfragen von Unbekannten umgeht.
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aktivieren für sensible Gespräche über die „Geheime Unterhaltung"-Funktion.
- Aktive Sitzungen überprüfen: Einstellungen → Sicherheit → Aktive Sitzungen. Von nicht erkannten Geräten abmelden.
- Link-Vorschau deaktivieren, um zu verhindern, dass potenziell schädliche Inhalte automatisch geladen werden.
- Für jüngere Kinder — Messenger Kids verwenden: Das Eltern-Dashboard ermöglicht es, Kontakte zu genehmigen, Nachrichten einzusehen und eine Ruhezeit einzustellen.
Wie man darüber spricht
„Wer schreibt dir auf Messenger? Gibt es Leute, die du nicht kennst?"
„Hast du Nachrichtenanfragen von Fremden bekommen? Was machst du damit?"
„Bist du in Gruppenchats, in denen du nicht alle kennst?"
„Verstehst du den Unterschied zwischen normalen Nachrichten und verschlüsselten Gesprächen?"
„Wäre Messenger Kids im Moment eine bessere Option für dich?"
Zuletzt überprüft: März 2026